
Ich muss ja ehrlich gestehen, ich hab immer schon eine Schwäche gehabt für die Dramen, die das Leben so schreibt.
Als Individuum der sensiblen Natur, nehme ich natürlich innigen und mitfühlenden Anteil an derartigen Darbietungen, die der Taschentuchindustrie eine Hochkonjunktur bescheren.
Ich leide förmlich mit den Protagonisten mit, deren schauspielerische Leistung fast Realcharakter aufweist.
Das erinnert mich so an meine frühste Kindheit, als ich mit Mutter und Schwester mir die Märchenaufführung von Hänsel und Gretel anschauen musste.
Wie grausam doch die Welt da war.
Ja Märchen haben mich schon immer fasziniert, zudem, weil ja das Böse immer seine gerechte Strafe auch fand, egal ob Hexe, böse Königin oder Rumpelstilzchen.
Besonders aber mag ich so Filme wie Forrest Gump, wo man mit dem Helden der Geschichte mitgeht, leidet und sich freut.
Erwähnenswert auch Schindlers Liste, der mich immer wieder zu Tränen rührt, genauso wie Russell Crowe als Seelenheld in Gladiator.
Genial sind für mich auch Filme, die die Welt mit einer Mischung aus Bissigkeit und Sarkasmus betrachten, wie zum Beispiel American Beauty.
Mit Kevin Spacey super besetzt in dieser Rolle: “Ich hol’ mir unter der Dusche einen runter. Das wird der Höhepunkt meines Tages. Von jetzt an geht’s nur noch bergab.“
Bei so manchem Drama, was dann das wahre Leben schreibt, kann ich mich dann einfach nur glücklich schätzen, dass mein Leben so ist, wie es ist, vor allem mit so viel Liebe an meiner Seite.
Da macht es dann auch gar nichts aus, wenn einem der Wind mal etwas rauher ins Gesicht
weht, vor allem wenn man weiß, dass man alles aus eigener Kraft erreicht hat und einfach glücklich und ausgeglichen ist, dort wo man jetzt steht.
Und hinzu kommt, dass meine Kraft sich alleine durch das Wissen potentiert, zu lieben und gleichen Maße zurückgeliebt zu werden.
Mit meinen Kindern, dem Mann an meiner Seite und all meinen Freunden hab ich einfach das große Los gezogen und genau das macht mich stolz auch auf mich selbst.
Insbesondere wenn man bedenkt, wie schnell man auf das falsche Pferd setzen kann und falschen Freunden vertraut.
Aber das sind halt auch Dinge, die das Leben so mit sich bringt. Aber da hilft nur eins, einen riesigen Anlauf nehmen, um mit einem Fußtritt genau dieses Unliebsame und Leidige aus seinem Leben zu katapultieren. Mit Scheinheiligkeit und Falschheit konnte ich noch nie etwas anfangen. Sollen andere diese Erfahrung selbst machen.
Rumpelstilzchen hats am Ende auch erwischt: Ach wie gut, dass niemand weiß….




































