Arsfendi's Weblog

2 Jahre

September 2, 2008 · Kommentar schreiben

joint venture

2 Jahre ist es jetzt her. Und ich denke immer wieder, mein Gott ist die Zeit schnell vergangen.

2 Jahre im Danach mit allen Up and Downs, die man sich nur denken kann.

Und die Zeit rast weiter und wir fliegen mitten drin. So ganz haben wir uns nie aus den Augen verloren, nur ein wenig voneinander entfernt. Ich denke, das war auch für dich ok. Wir brauchten beide doch etwas Distanz, um uns mit dem nötigen Abstand zu betrachten.

Dabei ging es einzig ums Verstehen. Gerade das fällt mir heute leichter, vielleicht dir auch.

Zwischendurch deine Nachrichten waren beruhigend, brachten immer wieder Vieles zurück.

Aber es brannte ja auch nichts an. Der Phönix flog auch in diesen 2 Jahren weiter seine Runden, versank in der Asche um wieder strahlend sich der Sonne zu nähern.

Ich glaube auch für dich war es immer wieder gut zu wissen, dass bei mir alles bestens ist.

Auch in den 2 Jahren danach hast du mir immer mal wieder den Kopf gewaschen und die Leviten gelesen, ehrlich genug wenn etwas bei dir auf Widerstand stieß.

Immer wieder konnte ich mit dir lachen und bei dir weinen.

Der Satz „außen vor stehen“ bekam durch dich eine besondere Bedeutung. Denn auch wenn wir uns selbst immer wieder betont außen vor stellten, standen wir mitten drin.

Verdammt, was habe ich in dem Davor diese Worte gehasst und damit auch deine stoische Ruhe, mit denen sie deine Lippen verließen.

Jetzt 2 Jahre später verstehe ich alles ein wenig besser, vielleicht auch weil ich die nötige Distanz nun endlich habe.

Wir haben viel gemeinsam erlebt, haben uns im Danach geändert und sind Freunde geblieben.

Deine linke Schulter war mir oft genug Trost, und wir beide wissen, dass alleine du das Recht hast mir die Antworten schuldig zu bleiben, auf die Fragen, die ich nie gestellt habe.

Dieses gereiche ich mir selbst zum Vorwurf, was auch immer das zu ändern vermag.

Ich glaube, wenn es mir schlecht ginge, wärst du auch 2 Jahre danach immer noch da um mich zum Lachen zu bringen. Und ich bin mir sicher, auch heute würdest du dich lieber an den Worten „habe ich dir doch gesagt“, verschlucken. Sogar als Freund weißt du was wichtig ist, auch wenn du einiges nicht verstanden und sorgenvoll den Kopf geschüttelt hast.

Heute kann ich dir ja sagen, dass du genau das Richtige getan hast, wenn du dich in manchen Momenten still und leise zurückgezogen hast um mich mein Ding machen zu lassen.

Nicht jeder hat das Glück im Leben, dieses Gedicht geschrieben zu bekommen, an dessen Worte man glauben kann.

Ich habe es.

Es geht mir gut und es ist mir wichtig zu wissen, dass es dir genauso geht, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob du es mir sagen würdest, wenn es nicht so wäre.

Im nächsten Leben, ich weiß.

Vielleicht ist der Kaffee dann noch ein wenig schwärzer oder auch bitterer, wer weiß.

Kategorien: Gedankensplitter · Menschen · Stille · blog

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