Glaubst Du?

picneu111.jpg 

Glaubst Du,
Du würdest mich wirklich finden
in diesem Gewirr aus Buchstaben
in dem ich mich schon längst
freiwillig verloren habe?

Glaubst Du,
ich würde wirklich die Wirklichkeit verkennen,
die ich selbst nie in Frage gestellt habe
um mich darin  zu platzieren,
weil ich mir treu bleiben muss?

Glaubst Du,
ich könnte nicht die Gleichung bilden
aus der Summe mit den Unbekannten,
die Du mir an die Hand gegeben hast,
deren Lösung für mich ganz einfach
aus der Vergangenheit zu ziehen war?

Glaubst Du,
ich würde das Spiel nicht auch beherrschen,
und lachen über den Narrn,
den ich selbst mime,
weil alles andere mein Geheimnis ist,
welches Du nicht errätst?

Glaubst Du,
Du kannst morgen noch in den Spiegel schaun,
weil Du nicht den Glauben an Dich selbst verloren hast,
und die Werte Deines Ichs auf festem Fundament stehn,
weil Du weißt woran ich glauben möchte
und nicht mehr weiß was ich glauben soll.

Komm sag mir, was glaubst Du?

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
Dieser Beitrag wurde unter Lyrik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Glaubst Du?

  1. paradalis schreibt:

    Hallo Peter.
    Als ich heute morgen mit dem Hund unterwegs war, dachte ich über Kommentare im allgemeinen und insbesondere über deine nach.
    Und ich frage mich ernsthaft, wann und wie man es dir denn „recht machen“ könnte.
    Meine Buchstaben empfindest du als schwermütig, obwohl ich sie doch allerhöchstens „kopflastig“ sehe. Hier wird doch deinem Geschmack genüge getan, es sind romantische, liebende Worte, die auf Sabines Blog zu finden sind.
    Das bezeichnest du dann als „Worthülsen“.
    Und so meine Überlegungen:
    – was möchtest du gern lesen?
    Wann sind für dich Texte keine Worthülsen? Oder schermütigerweise dem Erzgebirge angepasst?
    (Das ist übrigens totaler Käse. Was hat das Erzgebirge mit Schermut zu schaffen? Ist es wegen der „hohen“ Berge? Ohje. Dann werden demnächst alle Bewohner, die in unmittelbsrer Nähe der Hohen Tatra wohnen, hinauf klettern und sich vor lauter Schwermut in den Abgrund stürzen!)
    Gruß
    Heike
    🙂

  2. arsfendi schreibt:

    Guten Morgen meine Liebe,

    ich denke es wird für manchen Leser schwierig sein, meine geschriebenen Gedanken in einen zugehörenden Kontext einordnen zu können.
    Dann, wenn man die Zeilen ganz unbedarft liest und sich dann versucht da einzufinden, ist es vielleicht nicht ganz so einfach, wenn man der Ratio den Vorzug gibt. Dann entsteht möglicherweise schnell der Eindruck von Phrasendrescherei und leeren Worthülsen.
    Wir beide lesen unsere Texte unter ganz anderen Eindrücken, da wir uns kennen.
    Ich würde Dich niemals als schwermütig bezeichnen, finde es aber in dem Zusammenhang interessant, wenn mir die Liebe als alles beeinflussende Kraft in Bezug auf die Gedanken genannt wird.
    Gerade da, wo ich mir manchmal selbst etwas mehr Kopflastigkeit wünsche, und doch immer wieder nur intuitiv handel.

  3. RealGast schreibt:

    Liebe Heike,
    zum schwermütigen Erzgebirge antworte ich Dir auf Deinem Blog, da sind die Buchstaben grösser 🙂

    Ansonsten, was die Kommentare angeht: Ich lese etwas, lasse es auf mich wirken und folge dann meinem Gefühl. Natürlich auch – wenn auch nicht immer – im Kontext zum Verfasser.
    Daß sie mitunter provozierend wirken oder falsch oder nicht verstanden werden wird an mir und meiner Tagesform liegen und vielleicht auch daran daß bei mir manchmal der Weg vom Eindruck zum Ausdruck recht kurz ist. Aber diesbezüglich lerne ich ja auch dazu.

    Nur: Niemand soll es mir recht machen. Natürlich nicht. Ich lese Euch beide gerne, manches verstehe ich nicht, anderes ist mir vielleicht zu anstrengend, das meiste aber anregend. Wenn mir mal etwas ein- oder auffällt dann heisst es doch nicht daß Sabine nichts anderes kann als Worthülsen oder daß Du immer und nur schwermütig wirkst.
    In diesem Sinne würde ich mir wünschen daß meine Kommentare als grundsätzlich wohlwollende Meinungsäusserung aufgefasst werden und nicht als persönliche Kritik.

    Liebe Sabine,
    vielen Dank für Deine Antwort. Ich sehe in diesen Fragen auch nichts negatives, allerdings eben auch nichts positives.
    Vielleicht sollte ich es so sagen, was ich nach diesen Zeilen empfand:
    Manchmal ist es klüger, den Kopf auszuschalten, keine Fragen zuzulassen und sich nur auf sein Gefühl zu verlassen. Und auf das woran man glaubt. Man kann auch ‚zerfragen‘.
    🙂

  4. Marten schreibt:

    Sehr geheimnisvoll aber berührend, Frau Arsfendi.
    Ich kann mir vorstellen, dass Ihre Werte auf sehr festem Fundament stehen.
    Aber mimen Sie jetzt den Narren, um Ihr Gesicht zu wahren oder eher weil Sie die Maske des Narren im Drama zur eigenen Belustigung bevorzugen?

    Es ist wie es ist oder doch eher wie es nie war?

    Sie glauben nicht, denn Sie wissen bereits.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s