WortWaagiges

Vielleicht ist einfach heute nicht mein Tag.

Es gibt immer wieder von eben diesen welche, da bleibt man lieber im Bett, und lässt Dinge an sich abperlen. Einfach so, ohne sich damit noch weiter zu beschäftigen.

Ich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe mich rechtfertigen zu müssen, für Dinge, die so offensichtlich sind, und es ein leichtes für den Adressaten wäre gemeinsam mit mir über die Ironie zu lachen.

Natürlich mag auch jemand bewusst missverstehen wollen, aber da bleibt auch mir persönlich am Ende nur noch ein Schulterzucken.

Ich denke, wer mich persönlich kennt, weiß auch meine Worte richtig einzuschätzen, kennt meine Art von Sarkasmus und auch das Quantum an Selbstironie, welches die Närrin mit Augenzwinkern anwendet und insbesondere über sich selbst lachend als Art von Humor verwendet.

Mag sein, dass genau das für Manchen, der mich nicht kennt, als abturnend gesehen wird, weil ich so gesehen natürlich als sehr schwierig angesehen werden kann.

Aber keine Sorge, so kompliziert bin ich gar nicht gestrickt.

Wenn mir z.B. jemand sagt, Sabine, du bist irgendwie naiv und subtil, habe ich als Adressat immer mehrere Möglichkeiten zu reagieren.

Zum einen spielt es natürlich immer eine Rolle, inwieweit kennt mein Gegenüber mich.

Kennt derjenige mich gut, interessiert es mich natürlich schon, was meine Naivität ausmacht und ich hab das  Verlangen nach ernsthaften Erklärungen bzw. nach Vertiefung, weil ich Verstehenderweise mit Kritik umgehen kann.

Kennt mich aber mein Gegenüber nicht, kann ich Worte entweder mit Humor nehmen, darüber lachen oder aber selbstironisch meine Naivität unter Beweis stellen.

Erwachsen werden wollte ich eh nie und hab immer versucht das Kind in mir zu bewahren.

Die Krux dabei ist, ich kenne mein Gegenüber ja ebenso wenig in diesem Falle  und kann nicht immer einschätzen, wie er was gemeint haben könnte.

Nur gehöre ich nicht zu den Menschen, die alles persönlich nehmen und bitterernst jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Mein Gott wie schwer würde ich mir mein Leben damit selbst machen.

Und Griesgrämigkeit macht ein faltiges Gesicht.

Da laufe ich doch lieber genießend durchs Leben, und lache sogar hin und wieder über mich selbst.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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4 Antworten zu WortWaagiges

  1. paradalis schreibt:

    Sabinchen. Was machst du dir hier schon wieder für unnütze Gedanken?
    Darf ich dich bitte daran erinnern, wie wir noch vor nicht allzu langer Zeit über uns gelacht haben? Uns die eigenen „Schattenseiten“ aufgezeigt haben, sie überspitzt darstellten und letztendlich alles gar nicht so schlimm fanden?
    Du bist eine tolle Frau, lass dir da nie was anderes suggerieren.

    Ich vertrete ohnehin die Ansicht, dass diejenigen Menschen, die mit irgendwelchen Vorwürfen an einen heran treten, nur von ihren eigenen Fehlern ablenken wollen. Oder ihnen kommt die Erkenntnis, dass sie einer starken, schönen, selbstsicheren Frau nicht gewachsen sind. Sei es äußerlich oder innerlich. Dann gehen sie halt den einfacheren Weg des Selbstbetruges und suchen beim anderen irgendwelche Krümelchen, an denen sie sich hochziehen können. Ist schon verständlich. Es ist nun mal nicht jeder Mensch bereit, sich selbst kritisch zu betrachten und auch einzusehen, dass man manchmal eben nicht dem Anderen gerecht wird.
    Ich mag ja diese Art auch so überhaupt nicht. Wie soll man durch diese Art und Weise den Respekt vor dem Anderen bewahren? Ehrlicher wäre es doch, einzugestehen, dass man eben das Gefühl hat, der Andere ist einfach überlegen und man fühlt sich dem nicht gewachsen.
    Nun ja.

    Lass dir nie was anderes einreden.
    Du bist eine tolle Frau.

    Heike

  2. gokui schreibt:

    ich habe auch nicht den eindruck das du eine „untolle“ frau bist. zumindest läst du deinen gefühlen und gedanken freien lauf.

    kann man sich lösen von den unreinen emotionalen gedanken ? soll man ein stein sein ? als stein denken und fühlen ?

    „mann“ kennt das problem auch. im grund genommen fehlen oft die worte seinen gedanken ein „kleid“ zu geben oder zeit den gefühlen eine passende „bühne“.

  3. arsfendi schreibt:

    Guten Morgen Gokui,

    Natürlich kenne ich die Schwierigkeit, Gedanken in Worte fassen zu können.
    Ich bin zwar ein extrem emotionaler Mensch und lasse so manches mal es an Rationalität fehlen.

    Was mir bei anderen manchmal fehlt, ist die Empathie. Einfühlungsvermögen ist anstrengend, oder der Egoismus einfach zu groß.

    Der Satz mit der Bühne für Gefühle gefällt mir. Leider ist das wohl so, insbesondere in dieser hektischen und schnelllebigen Zeit.

    Lieben Gruß Sabine

  4. skriptum schreibt:

    Hmm … wie sage ich jetzt das, was ich ausdrücken möchte, ohne dass es unerträglich arrogant wirkt? Ich formuliere es einfach mal und hoffe, dass Du verstehen wirst, wie ich es meine:

    In den letzte zwei Jahrzehnten habe ich sehr viele sog. „Promis“ persönlich kennengelernt. Die meisten waren einfach toll und ich freue mich, dass ich ihnen mal so nahe kommen durfte. Ein paar von ihnen sind so unsäglich und in ihrem Verhalten so inakzeptabel, dass sie es nicht wert waren, mich kennenzulernen.

    Die Brücke zu Deinen Worten? Ganz einfach: Du triffst in Deinem Leben immer wieder Menschen. Ganz verschiedene. Über sehr viele freust Du Dich und siehst diese „Nähe“ als Bereicherung für Dich selbst an. Sie sind also irgendwie wichtig und Du ihr „Promi“. Meint: Interessant genug, um sich ausführlicher mit Dir zu beschäftigen.
    Und dann sind da ab und zu ein paar Menschen, die es nicht wert waren, Dich kennenzulernen. Zum Beispiel, weil sie sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, Dich wirklich kennenlernen zu wollen, bevor sie über Dich urteilten.

    Wieviel sind solche Urteile wert? Vergiss die Frage. Du kennst die Antwort. Hoffe ich sehr!

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