GlücksMoment

Ciao,
oder mach es gut,
bis später oder dann
ich bin so müde von
all diesen good byes
seit irgendwann.
Anzukommen war meine Vision
keine Suche nach dem Zwischenstop
viel mehr Begehren
und noch mehr Faszination.
Die Frage nach dem Zuviel,
die stellte sich nicht
alles hatte vielmehr
sein eigenes Gewicht.

In den Stunden zwischen Nacht und Morgen
habe ich die Neutralität verloren.
Bedeutet sie auch Sicherheit
davon entfernt bin ich durch dich so weit.

Dann will ich nur noch laufen, laufen
und laufen
dem eisigen Wind entgegen
der schon immer mir unbarmherzig ins Gesicht wehte
auf meinen Wegen.
Und ich weiß er wird mir die Gedanken
aus dem Kopf vögeln
mit eingehauchtem Sinn
bis ich wieder eine andere bin.

Don`t fear the reaper,
singt er leise für mich
und dabei denke ich
so voller Liebe an dich.
Der Phönix hat sich schon mal
den Schweif verbrannt
und ich mich in mir selbst verrannt.
Bei dir ist alles ganz anders so
frag mich bitte nie wieso.

Thoughts of tenderness
werden immer bleiben
nur Lilith ließ sich
aus dem Paradies vertreiben.
Denk jetzt nicht,
dachte ich bei deinem letzten Stoß
und rannte dann nur noch
mit Gefühl für dich los.

Und ich laufe und laufe
am laufenden Band
um endlich zu erreichen
mein eigenen Niemalsland.
Wo ich dir male geheime Zeichen
auf den Rücken
ohne dich auch nur zu erdrücken.
Im Wir bleibt immer das Du und Ich
deinen Namen flüster ich ab heute
mit Leidenschaft und zärtlich.

***

Glücksmoment
…im Hier und Jetzt
Das Unglück erreicht erst dann den Tiefpunkt, wenn die in greifbare Nähe gerückte praktische Möglichkeit des Glücks erblickt worden ist.
[aus M.Houellebecq: Elementarteilchen]

Langsam spürte man, dass die wärmenden Strahlen der Sonne den Kampf gegen alles Kälteeinflößende gewannen.
Immer wissend, dass es so sein würde und auch schon lange ersehnt.
Manchmal wenn das Glück greifbar war, bekam die Sonne Verstärker, die es vermochten ein Feuer zu entfachen, welches nicht nur wärmte, sondern glühen ließen.
Da war diese Helligkeit mit angenehmer Gesinnung, die dem Fließen der Dinge kein Hindernis in den Weg legte. Und da war dieser Funkenregen, der das Licht von innen nach außen in ein Glutrot eintauchte.

Marie genoss den Lauf der Dinge, nicht beeinflussbar zuweilen und dennoch immer ihr Eigenes.
Irgendwann mal vor langer Zeit gab es diesen Cut off.
Kein Aufheben und Wegschließen von Vergangenem, sondern die endgültige Trennung durch Entsorgen von Dingen, die keinen Platz mehr hatten in ihrem Leben.
Bei dem Gedanken, dass sie eigentlich immer einen guten Grund fand, Erinnerungen aufzubewahren um daran festzuhalten in Gedenken an bessere Zeiten, musste sie lächeln.
So vieles verstaubte in den Schubladen und tat nicht gut, wenn der Drang zu groß wurde diese zu öffnen.
Immer war alles greifbar und nicht endgültig gelöscht.
Natürlich, auch der Kopf war ein guter Tresor, dennoch ließ die Zeit andere Blickwinkel entstehen.

Damals war es gar nicht so einfach die Escape Taste zu drücken, doch die Distanz gesellte sich zu den Einsichten und ließ die Waage des Pro und Contras in die richtige Richtung abdriften.
Im Grunde genommen war es das Nichts, was zum Neuanfang trieb und die Konsequenz zum Ziel machte.
Auch wenn gerade das Nichts in so manchem Moment Alles war.
Im Nachhinein betrachtet hatte Tom recht, wenn er sie aufmunterte nicht in jedem Stein einen Felsen zu sehen, der sie zu besiegen vermochte.
Nein, sogar aus Steinen kann man etwas Schönes bauen, nur für sich selbst aus eigener Sichtweise heraus.
Auch wenn die Architektur zuweilen im Skurrilen lag, eher einen eigentümlichen Charakter hatte, war es dennoch ihr Werk aus eigener Hand.
Und je mehr alles Form annahm, desto größer wurde der Stolz, wenn sie es aus der Distanz betrachtete.
Auch wenn zuweilen mal ein Stein in Schieflage geriet, konnte sie selbst noch nachbessern, wenn es im Gleichgewicht störte.

Mit der Zeit wurde der Bau größer, nichts war vorgezeichnet, einzig der Moment ließ intuitiv erschaffen.
Zu dem Stolz gesellte sich die Freude, die jede Anstrengung und Mühe vergessen ließ. Schrammen und blaue Flecken wurden eben gepflegt, weil sie dazugehörten.
Sie verlor sogar ihre Höhenangst und begann sich dort oben wohlzufühlen.
Alles war eine Frage der Zeit. Und die Dinge ändern sich, auch aus der eigenen Sichtweise heraus.

Dann standen sie beide dort oben und unterhielten sich über das Glück.
Es war ihr eigener Steinbau der skurrilen eigentümlichen Art. Es war ein heller wärmender Raum mit einem großen Fenster, der von außen angestrahlt wurde und dennoch in sich selbst glühend ruhte.
Und er stand neben ihr. Genau so ein Moment, in dem sogar das Nichts Alles sein konnte.
Nichts war störend und alles war im Fluss.
Glück als Empfindung in einem Augenblick, in dem man schon vorher wusste, dass es nichts zu bereuen gab, weil nur dieser Moment zählte.
Manchmal möchte man so einen Moment anhalten um ihn festzuhalten, weiter auskostend im Fluge bis ganz nach oben. Egal was danach kommt. Es war die Bedeutung die zählte in ihrer ganzen Werthaftigkeit.

Marie schaute ihn an. Da gebrauchte es keine Worte, die eh nicht das ausdrücken konnten, was man empfand.
Glück war die Empfindung im Hier und Jetzt unaufhaltsam fließend im Strom mit der addierten Kraft der freiwilligen Gemeinsamkeit. Und genau in diesem Moment war es da.

Und draußen wird es langsam wärmer.
Endlich.

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Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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