(2*x+x/2)-(y-y*2)>o

“Ich hab versucht dich zu hassen”, merkte sie, so beiläufig wie es nur ging, an und wunderte sich selbst, dass die Worte ganz betont ruhig über ihre Lippen gingen.
Dabei hatte sie ihn selbst von diesem hohen Sockel gestoßen, wo das Aufsehen auch heute noch beim bloßen Gedanken daran, Nackenschmerzen verursachte.
Hass ist immer für etwas gut, nur darf der Versuch nicht schon zum Scheitern verurteilt sein.
Dabei fing das Ende schon so gut an. Selbstbestimmt verließ er sie mit knappen Worten, weil das Bessere schon so greifbar war. Somit war zumindest Wut der Köder für das tiefergehende Zornesgefühl um damit dem Hass den Weg zu ebnen.
Alles schien so einfach im Fühlbaren, wenn nur schon das Gift die Umlaufbahn erreicht hat, sich im Körper auszubreitend um die Gedanken zu beherrschen.
Alles Gute mußte nur noch schnellsten vergraben werden, ausgelöscht, bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Transzendental beschwörerisch versuchte sie das Gesicht zur Fratze mutieren zu lassen mit glutroten Augen, denen sie unweigerlich ausweichen mußte.
Der männliche Duft verlor sich in einer miefigen Kloake worin sich damit auch seine Anziehungskraft verlieren sollte.
Erwähnte jemand seinen Namen, hielt sie sich die Nase zu, um nicht mit den Augen hören zu müssen, was ihr Innerstes erwiderte.
Seine Stimme, die früher ihren Körper mit Gänsehaut überzog, bekam den Klang eines quakenden Frosches, einer Kröte, deren schleimiges Wesen jede Prinzessin die Flucht ergreifen ließ, um eher Rumpelstilzchen den begehrlichen Kuss zukommen zu lassen.
So viel Mühe für all dieses scheinbar Einfache.
“Ich hab wirklich versucht dich zu hassen.”
Nur die Variablen der Formel ergeben immer noch einen Wert <0.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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