Vicente Huidobro

 

Ekloge

                                    Sterbende Sonne

Eine Autopanne

Und ein Duft von Frühling
Bleibt im Vorbeigehen in der Luft

                                            Irgendwo
                                                                ein Lied

                    WO BIST DU

An einem Nachmittag wie diesem
                                                           Suchte ich vergeblich nach dir

Im Nebel aller Straßen
Traf ich mich selbst

Und im Rauch meiner Zigarre
Sah ich einen verlorenen Vogel

Niemand antwortete

                                 Die letzten Schäfer ertränkten sich

Und die verirrten Schafe
Fraßen Blumen und gaben keinen Honig

Der Winde der vorbeistrich
Häuft ihre Wolle auf

                                                Zwischen den Wolken
                                                Benetzt mit meinen Tränen

Warum das bereits Beweinte
                                                    nochmals beweinen

Und da die Schafe Blumen fressen
Ein Zeichen daß du bereits vorbeigegangen bist

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
Dieser Beitrag wurde unter Gedichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Vicente Huidobro

  1. gokui schreibt:

    versetzte gedankenworte, fliegende sinne – beeindruckend !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s