Der Bernoulli-Effekt

“Warum…?”,
fragend schaute sie ihn an, obwohl sie diese eher an sich selbst richtete, weil die Antwort bereits im Raume schwebte und sie diese schon längst in ihrem Kopf eingefangen hatte.
Trotzdem hätte sie nicht zu leugnen vermocht, dass die Antwort aus seinem Mund für sie von Interesse gewesen wäre.
Nicht wichtig vielleicht, weil man alleine schon über die Tatsache an sich besser und lieber die Schatten der Unwirklichkeit warf.
Eins musste sie ihm lassen, er besaß immer noch diese atemberaubende Fähigkeit, den Überraschungsmoment auszunutzen, um damit den anderen wortlos in der Schlussszene sich selbst zu überlassen. Aber auch das würde irgendwann der Egalität zu übergeben sein.
“Dieses Spiel wäre unter anderen Regeln auch einfacher gegangen, trotz oder auch gerade wegen dieser Intention.”
Als sie zu ihm sprach schaute sie in das Gesicht eines Fremden. Zu einem Menschen, dem sie auf der Straße begegnete, nur mit ein wenig Neugier aber sonst nichts was von Interesse wäre.
Vielleicht hätte sie ihn kurz angelächelt und wäre dann weitergegangen ohne sich umzudrehen.
Wie gnädig die Zeit sein konnte.
Nur der Himmel stand für einen kurzen Moment still.
Bei diesem Gedanken überzog ein Lächeln ihr Gesicht und sie war sich selbst fremder mehr denn je.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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