Umwerfend

Die Zeiten waren schon mal besser , vielleicht phasenweise oder überhaupt.
Es kam immer auf den Blickwinkel an.

An manchen Tagen ist man zum Mord fähig oder auch zum Rausch aus Leidenschaft bis zur Besinnungslosigkeit.
Manchmal gibts mildernde Umstände oder die Handlung im Affekt. Hin und wieder ahnungslos wissend und dann wieder leidenschaftlich unleidlich das Für und Wider nicht gewogen und der Lust ergeben in Dur oder Moll.
Und es gibt Schlimmeres im Bösen, wohl oder übel. Man kann sich auch etwas vormachen, die Welt ein wenig aus dem Trüben fischen oder wenn alles nichts mehr hilft, einmal die Fahrkarte zum Mond lösen.
Vielleicht gibts da eventuell ja auch Rabatt drauf, die Bahncard war ja schließlich auch nicht umsonst.
Vielleicht könnte man auch den Witz zum Kalauer machen, mit melodramatischen Effekten, Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht.

Defend the ass, na gut, anderes fand ich schon mal origineller.
Morgen hatte ich ein Faible für Absurdes und gestern wird gefühlloser als heute. Was solls. Das Beste ist immer noch das Vergessene und man macht einfach weiter an einem in der Zukunft nicht liegendem Punkt. Einfach so, weil nichts war, nichts ist und auch alles bereits im tiefsten Hinterland begraben ist.
Ich hatte mal einen Traum, der war schon während des Träumens einfach nur ein Traum im Traum. Und das machte mir Angst, weil das Loch in eine tiefe Unendlichkeit selbst fiel und ich Mühe hatte dem zu folgen.
Es war stürmisch dort und wehte mir die Haare vom Kopf ins Innere hinein jeder Schwerkraft zum Trotz. Aber wenigstens blieb an Gedanken nichts mehr übrig und ich konnte gelöst von allem sogar ungestraft über mich selbst lachen. Mir war anders zumute, aber das Simulieren war meine Obsession und so gab ich mich der Dekadenz hin, kumulierend, versteht sich.

Es gab gute und schlechte Zeiten und Achterbahn fahren kann auch ein klasse Trip sein. Wer die Gefahr liebt, dem macht es dann auch nichts aus, wenn die Bahn plötzlich abhebt. Man lacht trotzdem, weil der Magen sich gerade umdreht, man sich die Seele aus dem leib kotzt und der Sitznachbar gerade noch rechtzeitig den Absprung geschafft hat. Zumindest kann man zu diesem Zeitpunkt den Höhenrausch noch voll auskosten. Und dann betrachte ich meine Maske im Spiegel und lächle, falls ich es noch kann und heiße mich in der Wirklichkeit willkommen.
Die Wut folgt später. Oder auch nicht. Vielleicht werde ich morgen Berge versetzen oder ein anderer Mensch werden. Ich könnte auch mir selbst Asche auf mein Haupt streuen oder dem Schweigen der Lämmer lauschen. Was auch immer, die Zeiten waren schon mal besser, vor allem an jenem Tag, der nach morgen kommt.

Die Qual der Wahl macht es auch nicht besser, die Nachrichten schon gar nicht.

 

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Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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