Role on

Ich bin auch nur ein Mensch.
Hab so meine Macken, bin auch manchmal unerträglich, unperfekt, aber darin perfekt. Aber wer kann schon aus seiner eigenen Haut heraus.
Meine Arroganz hält mir der ein oder andere vor, und dass ich eine Zicke sein kann weiß ich selbst auch.
Ich denke so eine Art Schutzschild braucht vielleicht jeder und meine blauen Flecke pflege ich am liebsten für mich allein.
Wichtig war es für mich immer, dabei mein Gesicht zu wahren, vor allem wenn mir dann etwas wirklich nahe ging. Wer zeigt schon gerne seine Verletzung? Für mich bedeutete das dann eher Rückzug in eigene abgeschottete Gefilde.
Ich denke, das ist der Ort, wo ich mich dann wirklich sicher fühle mit all meinen Fehlern und Schwächen, die ich dort nicht zu verbergen brauch.
Meine Nächte waren schon oft schlaflos, die letzte besonders. Wahrscheinlich ist die letzte eh immer die Schlimmste.
Seltsam ist, dass ich dann nachts die meisten Entscheidungen treffe. Nicht rational sondern ganz intuitiv. Auch wenn ich etwas anderes viel lieber hätte, wenn ich denn entscheiden könnte, muss man halt auch mal wider den eigenen Bauch handeln.

Man spielt immer irgendeine andere Rolle, je nachdem welches Stück gerade aufgeführt wird.
Die Regie führt man auch nicht immer selbst und die Protagonisten sind auch immer wieder andere.
In manchen Rollen bin ich richtig schlecht, manchmal urkomisch, weil zu aufgesetzt oder tragisch, wenn ich meinen Einsatz verpasse oder den Text vergessen hab.
Abschiedsszenen liegen mir gar nicht, nur im stillen Rückzug bin ich wirklich gut, sogar dann wenn ich lieber bleiben wollte.
Die ein oder andere Rolle hat mich echt Nerven gekostet oder Angstschweiß, hin und wieder musste ich Federn lassen und war froh, wenn ich ein Taschentuch dabei hatte oder es mir jemand reichte.
Gestehen muss ich, dass so manche Bettszene eine meiner Lieblingsrollen war. Da war nichts gespielt, sondern das war Ich in persona, ganz locker und frei, vor allem das Drumherum vergessend.
Schade ist nur, wenn der Regisseur dann plötzlich CUT ruft und die Gegenwart einen einholt.
Aber dann steht man halt auf und verlässt die Bühne in einer neuen Rolle.

Irgendwann schreibe ich mein eigenes Stück. Am besten nachts und ganz intuitiv.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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