OhneHin

Schlimm ist nicht das Unsagbare, sondern das, was schlussendlich unsäglich geworden ist.
Sie hoffte nun alles zu allseitiger Befriedigung erledigt zu haben, in Bezug auf dessen, wo sie in der Pflicht stand.
Sie hatte gesäubert, dort wo sie sich ihre Hände schmutzig gemacht hatte und sie nicht in Unschuld waschen konnte.
Spuren wurden beseitigt, die ihre Fußabdrücke noch zeigten.
Nicht nur weil es verlangt wurde, sondern oder vor allem sich selbst geschuldet, um auch wirklich alles dem Abguss zu übergeben.
Den letzten Rest der Asche streute sie noch auf ihr Haupt, um so die Entscheidung des Unsäglicheren abzunehmen.
Nur so konnte sie letztendlich die Macht, die anderes hatte, von sich abschütteln
Dann stellte sie sich unter die Dusche um dort auch die letzten Monate abzuwaschen. Oder waren es Jahre?
So konnte Absurdes an ihr abperlen, ungebremst, ohne dass es sie zukünftig zu berühren vermochte.

Auf ein paar Stellen trug sie Salbe auf und zählte rückwärts zur Beruhigung von 100 auf 0.
Irgendwann setzte sie sich aufs Sofa, trank genüßlich einen starken Kaffee und inhalierte eine Zigarette in tiefen Zügen.
Der Brief an die Versicherung musste noch geschrieben werden und Hunger verspürte sie auch.
Alles wie gehabt. Es war nie etwas und es wird auch nie anders sein.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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