Danke Mum

Abschied nehmen
Still und leise bist Du einfach gegangen. Genauso wie auch Dein Leben war.
Du fehlst…. Du bist einfach gegangen. Still und leise wie es immer Deine Art war.
Auch wenn ich es schon lange gewusst habe, war ich doch auf diesen Tag nicht vorbereitet.
Bis heute will ich es noch nicht wahrhaben, dass unser gemeinsamer Weg beendet ist.
Einen Tag vorher war ich noch bei Dir.
Aber irgendwie warst Du schon ganz weit weg.
Ich hab noch einmal in Deine Augen geschaut. Wollte Dir so viel sagen.
Aber ich wußte, dass ich nichts sagen brauchte. Deine Augen waren so müde.
Aber als ich ging, schautest Du mir lächelnd hinterher. Dieses Lächeln werde ich bei mir behalten. Es war das Lächeln einer Mutter, die Abschied nimmt.
Dir hab ich so viel zu verdanken. Eine behütete Kindheit auch wenn es manchmal nicht einfach für Dich war.
Am meisten erinnere mich an Dein wärmendes Lachen. Du konntest so fröhlich sein, auch wenn Dir oftmals gar nicht danach zumute war. Trotzdem warst Du immer mein ganzer Halt,
immer für mich da.
Deine Liebe war grenzenlos. Dein eigenes Leben hast Du immer hinten angestellt, selbstlos wie Du  warst.
Mit all meinen Sorgen und Problemen bin ich immer zu Dir gekommen.
Dein Rat war mir wichtig.
Wie oft hab ich in Deinen Armen geweint. Und wie oft hast Du mich immer wieder aufgefangen. Hast mir immer wieder Mut zugesprochen, meinen Weg zu gehen.
Und mir schwirren immer wieder Deine Worte im Kopf:
“Wer bin ich?” fragte ich dich.
“Du bist wie immer der Narr,” hast du geantwortet.
“Was bleibt am Ende, wenn die Nebel das Nichts übriglassen?” ,fragte ich dich.
“Schau in den Spiegel,” hast du gesagt.
“Bin ich wichtig?” habe ich gefragt.
“Gib dir selbst die Antwort,” hast du gesagt.
“Ich habe manchmal Angst,” habe ich dir erzählt.
“Akzeptiere dich, und schau der Wahrheit ins Gesicht,” war deine Antwort.
“Mir ist kalt,” sagte ich.
“Nimm dir eine Decke,” erwidertest du.
“Wie ist es dort, wo Du jetzt bist?” habe ich gefragt.
“Pass auf dich auf, Kindskopf!” hast du gesagt.
“Hört das niemals auf?”, schaute ich dich fragend an.
“Erst wenn du dich selbst nicht mehr in die Flucht denkst, so wie du es immer tust, wenn deine Angst dich zu besiegen droht”, gabst du mir zur Antwort.
“Was kommt danach?”, war meine Frage.
“Setz einfach immer einen Schritt vor dem anderen. Auch der Phönix wird immer wieder neu geboren. Und wenn er sich aus seiner Asche erhebt, ist er stärker als jemals zuvor.”

Ich weiß, Du hast Dir viele Sorgen immer um mich gemacht, weil Du wußtest, dass meine Stärke zu oft simuliert war.

Aber Du hast immer hinter mir gestanden. Warst einfach immer da.
Wenn es sein musste hast Du mir auch den nötigen Tritt gegeben.
Von Dir konnte ich es annehmen. Klar hatten wir auch mal Streit. Immer dann, wenn wir beide versuchten unseren Dickkopf durchzusetzen.
Wir waren uns in jeder Hinsicht sehr ähnlich. Da blieben auch Meinungsverschiedenheiten nicht aus.
Ich war auch wütend über dich. Aber das ist irgendwie schon lange vergessen.
Unserer Liebe aber waren wir uns immer sicher. Ohne wenn und aber…
Heute bist Du nicht mehr da. Und Du fehlst mir. Deine Liebe fehlt mir.
Deine Schulter zum Anlehnen und Deine verstehenden Augen. Ich bin traurig, auch wenn ich Dir immer versprochen habe nicht zu weinen. Ich weiß nicht, wo Du jetzt bist.
Ich hoffe nur, dass es Dir gut geht. Es bleibt viel von Dir zurück.
Und das werde ich mir bewahren. Ich hätte Dir gerne noch einmal Danke gesagt.
Es tröstet mich nur, dass ich es Dir immer gezeigt habe.
Es waren keine Worte mehr nötig….
Meine Liebe wird Dich auf Deinem Weg begleiten.
Danke Mum für Alles.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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2 Antworten zu Danke Mum

  1. catwoman schreibt:

    Ich lese still diesen Text und gehe ganz leise weiter, aber nicht ohne dir dafür zu danken, dass ich es lesen durfte.

  2. arsfendi schreibt:

    Ich danke Dir catwoman. Ich glaube gerade bei diesem Text gebrauchts auch keine weiteren Worte. Er ruht in sich selbst.

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