Es wird langsam besser

Es wird langsam besser.

Die letzten Wochen waren anstrengend, aufreibend, schlaflos und oftmals fehlte uns allen die Zuversicht.
Krankenhaus, Quarantäne zu Hause und dann doch wieder Krankenhaus, Rückschlag sei Dank.
Aber als Einheit meistern wir alles und wenn der eine nicht mehr konnte reichte der andere seine Hand oder Schulter manchmal auch den Atem.
Verfluchte Krankheit , die uns zuweilen bis an die Grenzen treibt oder auch darüber.
Und manchmal lachen wir zusammen und geschweißt.

Es lässt einen die Zeit überstehen, während man auf den Notarzt wartet, der dann doch nicht kommt, weil Ansteckungsgefahr noch vor Patientenwohl steht. Warum auch nicht, wenn Mutschka verzweifelt versucht das Abklopfen der Nieren zu erlernen, um dann per Telefon ungenaue Diagnosen genauestens erklärt zu bekommen.
Zur Not überlegt man sich schon währenddessen, in welchem Gefäß man am Wochenende den Urin ins Krankenhaus transportiert bekommt, tröstet das Kind, fragt Temperaturwerte ab und kocht den nächsten Tee.

Zumindest haben da aber schon 2 Ärzte gesagt, dass vorrübergehend ein Medikament gegen die Nebenwirkungen der anderen Medikamente weggelassen werden kann, womit sich eventuell die Übelkeit schleichen könnte, was sich aber dann am nächsten Tag als fälschlich herausstellen sollte.
Also doch Übelkeit in Kauf nehmen, abwarten wie die Nieren sich entwickeln, Appetitlosigkeit wegfuttern und noch ein weiteres Medikament um die Nebenwirkungen des Medikaments zu lindern, welches gegen die Nebenwirkungen des anderen Medikaments eingesetzt wird.
Nein, wir sind noch lange nicht fertig.

Trotzdem, es wird langsam besser und zuweilen schaffen wir es sogar uns die Welt bunt zu malen.
Und die Angst haben wir schon lange besiegt. Damals in der Nacht, wo das Fieber selbst im Raum noch zu spüren war, es kein Mittel mehr gab und nur noch Eis diesen viel zu dünnen Körper umgeben durfte. Aber auch das haben wir zusammen geschafft und allem getrotzt.
Sogar die Uni hilft mit und gibt die Richtung für die Zukunft vor.
Momentan bestimmen Tabletten den Tagesablauf. 15 Stück wollen ihren Weg finden, gewissenhaft, von der Menge her überprüft, immer zur selben Zeit, viel zu groß und bitter schmeckend.
Übelkeit danach ist fast schon normal und schlafen hilft gegen die Müdigkeit. Im Schlaf spürt man wenigstens nicht den Schmerz und die nächste Tablettenration steht danach ja auch noch auf dem Plan.
Mutschka kauft Rotbäckchen, frisches Obst und Gemüse und frische Blumen erhellen den Raum.

Der erste Sputumtest ist endlich jetzt negativ. Und die nächsten Zwei schaffen wir auch noch.
Think positive, wie auch immer. Wir schaffen das, egal welche Hürde uns diese Krankheit noch in den Weg stellt.
Es wird langsam besser

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
Dieser Beitrag wurde unter Kind, Krankheit, Liebe, Mutter, Tuberkulose abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Es wird langsam besser

  1. paradalis schreibt:

    Ach Sabinchen.
    Was ihr alles durchmachen müsst. Gedanklich bin ich bei euch, ich drücke ganz sehr die Daumen, dass es jetzt ein wenig schneller voran geht – mit der Genesung.
    Liebe Grüße an euch alle!
    Gute Besserung!
    Heike

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