Stark

Ich weiß, dass ich eines Tages gut sein werde. Bis dahin simuliere ich.
Diese Worte begleiten mich schon lange und stellen doch immer wieder eine Herausforderung für mich dar.
Stärke zu simulieren, gerade in schwachen Momenten kann verdammt Energie raubend sein.
Und dann frage ich mich, wozu das gut sein soll. Warum mache ich das?
Natürlich ist auch diese Seite von mir ganz authentisch. Vor allen Dingen, weil ich mich ja selbst nicht damit in einem besseren Licht erscheinen lassen will, sondern es eher als Schutz für mich sehe.
Mittlerweile weiß ich, dass ich es damit gerade Menschen, die mir sehr nahe stehen, nicht leicht mache. Gerade weil sie auch etwas tiefer blicken wollen und können.

Manchmal sehe ich dann meine Mutter vor mir, eine wahnsinnig starke Frau, die wirklich auch ihr Leben allein gemeistert hat. Aber sich dabei vielleicht auch manches Mal etwas anderes gewünscht hätte. Vielleicht hatte sie auch manchmal Angst und wollte genau das vor ihren Kindern verbergen, weil sie uns damit nicht belasten wollte.
Heute tut es mir leid, dass ich nie mit ihr darüber gesprochen habe, bewundere sie aber heute noch für ihre Kraft und Stärke, die sie auch uns mit auf den Weg gegeben hat. „Bleib dir selbst treu, dann machst du schon das Richtige“, waren oft ihre Worte an mich.

 Und dann gestehe ich mir gerade meine Angst vor morgen ein und versuch mich abzulenken mit den Gedanken an dich.
Ich weiß, dass Du da bist und das hilft.

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Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
Dieser Beitrag wurde unter blog, Gedankensplitter, Liebe, Menschen, Stille veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Stark

  1. paradalis schreibt:

    Ich schließe mich an, mit den guten Wünschen für morgen.
    Es wird alles gut gehen! Sei unbesorgt!!

    Heike

  2. gokui schreibt:

    „Ich weiß, dass ich eines Tages gut sein werde. Bis dahin simuliere ich.“

    …ich muß gestehen das ich lesen das erste mal etwas geschmunzelt habe. wohl weil auch viel wahrheit in diesem satz steckt.
    heute weiß ich das schwäche zuzugeben mehr stärke beinhaltet als ständig mit einem künstlichen lachen durch die welt zu rennen. und dabei meine ich das „rennen“ wörtlich.
    im laufe der jahre entwickelt man, wenn man sich dafür interessiert, ein gefühl stimmungen ( sofort ) aufzuschnappen, zu sehen zu spühren was der gegenüber im moment denkt, fühlt.

    was aber bedeutet es stark zu sein, nach außen ? im grunde genommen ist unsere gesellschaft das beste beispiel dafür, alles ist gut und wird nur noch besser. alles was aus dem rahmen fällt ist schwach gleich schlecht. ich halte das für einen irrtum, nicht nur im menschlichen sinne.

    mütter: jene sorte von menschen die einenm wohl immer als stark erscheine werden.

    was ( http://gokuhisigns.wordpress.com/2007/12/28/maske-die-maske-des-samurai/ ) ist mir dazu noch mal eingefallen ?

    ich sehe jeden tag, jede minute – oder besser jede zeiteinheit als eine neue chance etwas zu erleben, auch aus den schlechten und schwachen dinge. denn aus denen lernen wir am meisten.

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