Jammerei und andere Wehklagen

Da höre und lese ich immer wieder, wie Leute sich beklagen, dass es heutzutage so wahnsinnig schwer ist einen Job zu finden.

Es wird über die Behandlung bei der Agentur für Arbeit gemosert, über Schikanen und Unrecht usw.

Genau dies erstaunt mich doch immer wieder.

Ich erinnere mich noch daran, als ich mich damals selbständig gemacht habe, wie hilfsbereit die Agentur gewesen ist.

Wir waren mit 4 Leuten, die wirklich mit sehr guten Ratschlägen insbesondere im Hinblick auf Existenzgründungsdarlehen unterstützt wurden. Soll sagen, nicht nur ich hatte Glück mit meinem zuständigen Arbeitsberater.

Danach hieß es dann auch eher für mich „hilf dir selbst“.

Die Jobsuche gestaltete sich auch nach Schließung der Agentur nicht weiter schwierig.

Die 2 Jahre als Büroleiterin waren zwar nicht gerade ein Traum, aber es ging zumindest nahtlos für mich  weiter. Dabei war es natürlich mehr als hilfreich einen nahtlosen Lebenslauf vorweisen zu können mit entsprechender Ausbildung, Studium, Erfahrungen im Job, Weiterbildungen und den dazugehörenden Zeugnissen.

Und es hört nicht auf. Ein Personaltrainer sagte mal zu mir, „das Wichtigste ist die Bereitschaft des Long life learnings.“ Und ich gebe ihm vollkommen Recht.

Das eben abgeschlossene SAP Seminar brachte wieder ein neues Zertifikat und jetzt ist mal wieder Access dran.

Die Menschen, die auf einem hohen Ross sitzen und sagen, das habe ich doch nicht nötig, denken wohl kaum darüber nach, was sie alles nötig haben. Ich frage mich allen ernstes, was gibt ihnen das Recht sich auf ihren Hintern zu setzen und zu erwarten, dass die Arbeitgeber vor ihrer Tür Schlange stehen.

Meine kleine Schwester war jetzt 19 Jahre aus ihrem Job raus, um sich der Erziehung und Pflege ihres schwerstbehinderten Sohnes zu widmen.

Da mein Neffe jetzt die höhere Handelsschule in einem Internat besucht, hat sie sich sofort um einen Job bemüht und eine Superanstellung mit Festvertrag im öffentlichen Dienst erhalten.

Mir braucht keiner was davon erzählen, dass ja alles ach so schwer ist.

Ich konnte mich auch nicht auf meinem Diplom ausruhen und verlangen, ausschließlich im Marketingbereich tätig zu sein. Flexibilität mag hier das Zauberwort sein.

Und mit der Bereitschaft sich auch auf unbekanntes Terrain zu wagen, sollte es auch mit einem Job klappen.

Für mich persönlich war und ist es immer wieder eine neue Herausforderung, die auch einfach Spaß macht sich selbst etwas zu beweisen.

 

Ich denke, dass man verstehen kann, wenn ich derartige Wehklagen lese oder höre, nur noch den Kopf schütteln kann.

Es geht halt nicht, dass man heutzutage auf der Stelle stehen bleiben kann. Man muss schon selbst weitergehen und die Dinge in die Hand nehmen.

Die Agentur für Arbeit bietet Weiterbildungsmaßnahmen an, insbesondere auch für Frauen, die durch Erziehungszeiten eine längere Zeit aus dem Beruf raus sind.

Nur Jammern hat noch nie etwas gebraucht.

Über arsfendi

Ich bin ein seltsames Mädchen... Meine wilden Träume, die ich bis zum Morgen während dem Vollmond hab, werd ich für immer für mich behalten.
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2 Antworten zu Jammerei und andere Wehklagen

  1. Hal schreibt:

    Heutzutage braucht man sich keinerlei Illusionen hinzugeben.
    Die Jobs werden einem nicht nachgeworfen.
    Man muss selbst schon was bieten um in der Vielzahl der Bewerber nicht unterzugehen.
    Mit Wehklagereien hat man noch keinen müden Cent verdient.
    Hilfreich sind eine gute Ausbildung und so wie du sagst immer wieder Weiterbildung.
    Meine Tochter hat eine Ausbildung zum Medienkaufmann absolviert und fängt jetzt noch ein Studium an.
    Wie es danach mit einem Job aussieht steht eher in den Sternen.
    Ich glaube zu früheren Zeiten sah es etwas anders aus.
    Fachkräfte aus der Praxis heraus fehlen an allen Ecken und Kanten.
    Learning by doing, wer kennt das noch?

  2. arsfendi schreibt:

    Nein, nachgeworfen werden Jobs bestimmt nicht. Ist ja mein Reden.
    Man muss schon etwas tun und flexibel sein und bleiben.
    Ich kann mich auch nicht auf Lorbeeren ausruhen und muss auch einfach immer wieder reinpowern.
    Das ist auch das, was ich meinen Kindern mitgebe.
    Und wie ich es jetzt sehe, hat es meine Große bereits begriffen.
    ganz aus eigenem Antrieb hat sie jetzt entschieden, nächstes Jahr auf ein Berufskolleg mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung zu gehen. Einfach um mit Praktika mehr Nähe zur Praxis zu haben.
    ich finde das enorm mit 17 Jahren schon so einen Weg vorzugeben.
    Ich lasse sie machen ohne da in irgendeiner Form reinzureden.
    Ich bin mir aber auch sicher, dass sie für sich selbst die richtige Entscheidung trifft.

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